Bürgerbus Herscheid e.V.
2020 Das Jahr 2020 ist auch beim Bürgerbus Herscheid e.V. durch die Corana-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen geprägt. Ab 16.3. mussten wir leider unseren Fahrbetrieb aufgrund fehlender Schutzmaßnahmen und der allgemein herschenden Unsicherheiten einstellen. Unsere ehrenamtlichen Fahrer*Innen gehören fast alle zu den s. g. Risikogruppen und müssen sich daher auch entsprechend schützen. Nachdem im Laufe des Frühsommers eine Verbesserung der gesamten Situation eingetreten ist, haben wir uns ab Mitte Mai mit den Möglichkeiten einer Wiederaufnahme des Fahrbetriebes beschäftigt. Es sind umfangreiche Hygiene und Schutzmaßnahmen besprochen und umgesetzt worden, so dass wir ab 6. Juli unsere Vormittagsfahren wieder aufgenommen haben. Die Nachmittagsfahrten bleiben nach wie vor ausgesetzt. Leider ist auch der Ausflug der Bürgerbus-Fahrer*Innen ausgefallen, ebenso wie einige Stammtische. Selbst die Jahreshauptversammlung konnte nicht satzungsgemäß im 1. Halbjahr stattfinden - vielleicht klappt es noch im Dezember. Wir sind dem Süderländer Tageblatt dankbar, dass immer wieder über die aktuellen Entwicklungen berichtet hat. Am 29.6. 2020 wurde nachstehender Artikel im Süderländer Tageblatt und unter Come-On veröffentlicht:
Nach Coronapause wird Fahrbetrieb wieder aufgenommen Fahrermangel zwingt Bürgerbusverein zu Veränderungen: Keine Fahrten am Nachmittag 29.06.20 12:00 + Die Vorstandsmitglieder Hans-Jürgen Jülich (links) und Hansjörg Schulte zeigen den Schutzvorhang, mit dem der Fahrerbereich im Bürgerbus abgetrennt wird. © Foto: Grein Herscheid – Nach drei Monaten des Stillstands rollt der Bürgerbus ab dem kommenden Montag wieder über Herscheids Straßen. Die Corona-Pandemie hat die personelle Situation im Fahrerteam verschärft: Deshalb muss der Fahrplan reduziert werden. „Die Nachmittagstouren fallen vorläufig weg“, erklärt Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Jülich. Diese Fahrten seien weniger stark frequentiert als die Vormittagsfahrten, an denen im unveränderten Umfang festgehalten wird. Die Linie 1 (Müggenbruch / Ennert-Schmachtekorste) und die Linie 2 (Spielberg / Rahlenberg) fahrern weiter montags bis freitags; die Linie 3 (Friedlin) wird dienstags und donnerstags bedient. Die Altersstruktur der Fahrer wird in der jetzigen Situation zum Problem. Größtenteils sind es Senioren, die sich hinter das Steuer setzen; sie gehören der Corona-Risikogruppe an. „Nicht alle Fahrer sind in der jetzigen Situation dazu bereit, eine Schicht zu übernehmen“, erklärt Jülich. Diese Entscheidung sei vollkommen nachvollziehbar, ergänzt das Vorstandsmitglied. Um den Schutz von Fahrern und Fahrgästen zu verbessern, wurden Vorkehrungen getroffen. So ist im Bus ein Duschvorhang aufgehängt worden, mit dem der Fahrerbereich separiert werden kann. Dennoch werden ausschließlich Personen mitgenommen, die einen Mund- und Nasenschutz tragen. Die Hilfe beim Ein- und Aussteigen wird ebenfalls angepasst: „Der lange Arm zum Reinziehen – das geht jetzt nicht mehr“, verdeutlicht Jülich. Daher gilt: Die Personen steigen zuerst in den Bus ein, ihr Mitbringsel (Rollatoren oder Einkaufstaschen) werden erst danach von den Fahrern durch die Hecktür in den Bus gehoben. Dies sei notwendig, um den Mindestabstand einhalten zu können. Aus demselben Grund sollen – sofern es die Kapazitäten erlauben – die Sitzplätze im Fahrzeug versetzt genutzt werden. Die Registrierung der Fahrgäste und das regelmäßige Reinigen und Desinfizieren von Haltegriffen und Flächen gehört ebenfalls zum erstellten Schutzkonzept, das der Vorstand erarbeitet und den Fahrern vorgestellt hat. „Die Stimmung im Team ist gut, wir freuen uns, dass es wieder losgeht“, erzählt Beisitzer Hansjörg Schulte. Und auch die Fahrgäste seien erleichtert: Sie haben immer wieder nachgefragt, wann sie den Bürgerbus wieder nutzen können. „Unser Angebot wurde vermisst, das bestärkt uns natürlich darin, dass wir auch mit veränderten Abläufen wieder loslegen“, ergänzt Hans-Jürgen Jülich. Weitere Informationen erteilen die Vorstandsmitglieder Hans-Jürgen Jülich, Telefon (0 23 57) 34 48, oder Reinhard Merkschien, Telefon (0 23 57) 41 30.